Gestern, hat sich mal wieder alles gegen mich verschworen, Ich weiß nicht warum. Ich schwöre, ich hab auch in den letzten Tagen nichts verbrochen.
Nach der Arbeit kaufte ich noch Eis für die Familie, ein wenig missmutig, da ich noch zum Training musste, stieg ich aus dem Wagen und knallte prompt mit dem Kopf gegen den Türholm. War aber nicht weiter schlimm, denn der Holm war ja gepolstert. Haustürschlüssel mal wieder nicht sofort gefunden, Tasche abgestellt Tür aufgeschlossen. Ich drück und im gleichen Moment macht meine Tochter die Tür auf und ich stolpere über die Eingangsstufe und kann mich grad noch auffangen.
Als ich mich umdreh werde ich mit der Toilettentür konfrontiert, die mir mit Schallgeschwindigkeit vor die Figur rummst. Nicht schön muß ich sagen, ehr schmerzhaft.
„ Könnt ihr Wilden nicht einmal die Tür nicht normal aufmachen?“ nörgel ich rum.
Ziehe meine Schuhe aus, Schluppen an und in die Küche. Tür geht natürlich nicht auf. Jetzt reichts und drück die Tür mit Schwung auf, ihr ahnt es sicher, der Widerstand war nicht mehr vorhanden und zum 2. mal an diesem Tage versuche ich mein Gleichgewicht zu halten. Nur hatte mein Hund wohl was dagegen, er kam mir freudig entgegen, was zur Folge hatte, Fullkontakt mit dem Tisch, der natürlich mit vollen Gläsern beladen war. Schöne Sauerei kann ich nur sagen. Frau pflaumt mich natürlich an, „Reiß doch nicht immer die Türen so auf.“
Erst mal tief Luft geholt und den Hund gekrault. Anschließend schweigend ins Schlafzimmer gegangen, Sportklamotten rausgeholt und zum Badezimmer gegangen. Irgendwie hatte ich das Gefühl es läuft irgendwie nicht gut.
Das Gefühl gab mir Recht, als ich vor die verschlossene Badezimmertür rannte.
Fluchend knallte ich die Sachen auf den Boden. Frau, Kinder und Hund waren unten und somit hatte die Badezimmertür kein Recht verschlossen zu sein. Ich brüll durchs Haus, wer zum Teufel denn die Badezimmertür verschlossen hätte als auch schon meine Schwiegermutter rauskamm und fragte warum ich hier so rumbrüllen würde.
Lustig fand ich das schon länger nicht mehr, immer bin ich schuld. Verzweifelt ob der Ungerechtigkeit ging ich ins Badezimmer, zog mich um, ging in den Keller an den Computer und surfte ein wenig.
Zwei Stunden später war es soweit, ich musste zum Training. Guterzogen verabschiedete ich mich von den Anwesenden, öffnete die Haustür und trat auf die Auffahrt. Nein, diesmal stieß ich mir weder den Kopf, noch stieß ich mit irgendwelchen anderen Sachen zusammen.
Ich sah nur meine Aktentasche, und das zerlaufene Eis, als auch schon die Tür aufging und mein Sohn fragte, wo denn das Eis sei, dass ich mitbringen wollte.
Hämisch grinsend heb ich das Eis auf und drück es meinem Sohn in die Hand. Er drehte sich um und knallt, wie sollte es anders sein gegen die zugefallene Haustür, während sich das Eis weiträumig auf der Auffahrt verteilte.
Da soll einer noch sagen es gibt keine Gerechtigkeit. Irgendwie war der Abend doch nicht so übel.